Spielend lernen

Warum „spielen“ so wichtig für die Entwicklung des Menschen ist


Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist.

Friedrich Schiller (1759-1805)

Noch lange, bevor der Spieltrieb des Menschen von den modernen Managementschulen und von der Psychotherapie in seiner wahren Bedeutung begriffen und genutzt wurde, hatte ihn schon lange Friedrich Schiller entdeckt – und er meint damit nicht, dass Kinder spielen dürfen, während Erwachsene arbeiten müssen … (vgl. „Briefe zur ästhetischen Erziehung des Menschen“)

Seit vielen Jahren weiß man aus wissenschaftlichen Studien, dass der Mensch einen großen Teil seiner vielseitigen Fähigkeiten vor allem auch über das Spiel entwickelte. Im Spiel entdeckt der Mensch eine Vielzahl seiner wesentlichen Eigenschaften mit Leichtigkeit, da die Atmosphäre beim Spielen unbekümmert ist. Viel zu viele Hürden, Arbeitsanforderungen, Konventionen oder Regeln behindern den Menschen – obwohl die Ergebnisse seines Spieltriebes in sehr vielen Berufen durchaus auch sehr konstruktive Ergebnisse zeigen könnten.

Dort wo der Geist eine Möglichkeit zur Entfaltung hat, tragen die Phantasiekräfte zu einem Mehrwert in der Arbeitswelt bei.

Der Erfolg zahlreicher Firmen und Konzerne ist seit Jahren durch den Einsatz von Planspielen für die Mitarbeiter zahlenmäßig erkennbar.

Man kann einen Menschen nichts lehren; man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu finden.

Galileo Galilei (1564-1642)

Wenn der Mensch spielt, darf er sich in seinen Handlungen frei fühlen. Durch diese spielerischen Handlungen kann er seine Persönlichkeit erweitern. Spielt ein Mensch viel und oft, so hat dies prägende Folgen für sein Wesen und auch für sein Leben. Hier findet er  seinen Sinn und erwirbt sich seine grundlegenden Kenntnisse.

Entscheidend ist dabei aber auch, was und wie er spielt!


Friedrich Fröbel (1782 – 1852)

Friedrich Wilhelm August Fröbel war ein deutscher Pädagoge. Sein besonderer Verdienst besteht darin, die Bedeutung der frühen Kindheit nicht nur erkannt, sondern durch die Schaffung eines Systems von Liedern, Beschäftigungen und „Spielgaben“ die Realisierung dieser Erkenntnis vorangetrieben zu haben.

Er ist der Begründer des „Kindergartens“. Dieser unterschied sich von den damals bereits existierenden „Kinderbewahranstalten“ durch die pädagogische Konzeption. Damit verbunden war die  Erweiterung des Aufgabenspektrums von der Betreuung zur Trias von Bildung, Erziehung und Betreuung.


Einige Zitate zum Thema „Spielen“:
Friedrich Fröbel (1782 – 1852)
Spiel ist nicht Spielerei. Es hat hohen Ernst und tiefe Bedeutung.
Friedrich Fröbel (1782 – 1852)
Die Quelle alles Guten liegt im Spiel.
Friedrich Fröbel (1782 – 1852)
Spiel ist die höchste Form der Kindesentwicklung.
Friedrich Fröbel (1782 – 1852)
Bei der Erziehung muss man etwas aus dem Menschen herausbringen. Und nicht in ihn hinein.
Albert Einstein (1879-1955)
Spiel ist die höchste Form der Forschung.